Rangierwagenheber

Den richtigen Wagenheber finden leicht gemacht: Mit unseren Tipps erfahren Sie, wofür der Rangierwagenheber besonders geeignet ist und was Sie beim Kauf beachten sollten

Rangierwagenheber

Alles über den Rangierwagenheber

Rangierwagenheber verfügen meist über vier Räder, mit denen sie sich bequem bewegen lassen. Zwischen den vier Rollen befindet sich der Hebearm, mit dem Sie Ihr Fahrzeug aufbocken. Am Ende des Arms ist ein größerer Teller angebracht, der das Gewicht des Wagens aufnimmt. Der Teller besteht aus einer Gummipolsterung, um Kratzer an der Fahrzeugkarosserie zu verhindern.

Unsere Empfehlungen für Sie


Kunzer WK 1010 Hydraulischer Rangierwagenheber 2,25T

Der robuste Rangierwagenheber von Kunzer bot uns beim Test alles, was man sich wünscht: Er liegt steht äußerst stabil und lässt dank recht hohen Eigengewichts (30kg) auch nie Zweifel aufkommen, dass er das Fahrzeug halten könnte.

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Michelin 92416 Hydraulischer Rangierwagenheber 2T

Der hydraulische Rangierwagenheber von Michelin überzeugt uns vor allem durch Stabilität und einfaches Handling. Etwas störend ist der zu klein geratene Aufnahmeteller, was aber mit geeignetem Zubehör kein Problem darstellen sollte.


Unitec Hydraulischer Ranigerwagenheber 2T

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist der hydraulische Rangierwagenheber von Unitec: Er hebt für günstiges Geld bis zu 2 Tonnen. Die Hubleistung konnte überzeugen – ganz stabil kam er uns dabei aber nicht vor. Für den jährlichen Reifenwechsel durchaus geeignet.

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Sie bewegen den Hebearm mittels eines Hebels und eines Hydraulikzylinders nach oben. Den Hebel müssen Sie dazu nur auf- und abbewegen, um das Hydrauliköl in den Kolben des Hebearms zu pumpen. Möchten Sie Ihren Wagen wieder absenken, öffnen Sie ein Ventil am Hydraulikzylinder. Bei den hochwertigeren Modellen reicht es meist, wenn Sie dazu die Hebestange um die senkrechte Achse drehen. Bei den günstigeren Rangierwagenhebern kann es vonnöten sein, dass Sie den Hebel auf das Ablassventil umstecken.

Was der Rangierwagenheber kann

Rangierwagenheber eignen sich sowohl für gewerbliche Nutzer als auch Privatpersonen. Wenn Sie einen normalen Pkw besitzen, lohnt sich die Anschaffung bereits für den alljährlichen Wechsel von Sommer- und Winterreifen. Die einfachen Rangierwagenheber sind sehr preisgünstig und kaum teurer als ein Scherenwagenheber. Außerdem ist viel weniger Kraft notwendig, um einen hydraulischen Rangierwagenheber zu bedienen.

Wer häufiger an seinem Fahrzeug bastelt oder notwendige Reparaturen selber ausführt, wird sich ohnehin in den meisten Fällen für einen Rangierwagenheber entscheiden, die in einer großen Auswahl erhältlich sind. Sie finden zum Beispiel Spezialwagenheber für tiefergelegte Wagen, SUVs oder sonstige Fahrzeuge, die mehr als 2,5 Tonnen wiegen. Zudem können Sie mit dem Gerät nicht nur Autos aufbocken, sondern auch schweres Zubehör wie Getriebe oder Motoren bewegen.

Einziges Manko: Rangierwagenheber sind in erster Linie Garagen- und Werkstattgeräte. Sie sind nicht unbedingt für den Kofferraum geeignet. Die meisten Geräte wiegen 10-15 kg und sind außerdem sperrig. Als Pannenhelfer sollten Sie sich also einen anderen Wagenhebertyp anschaffen.

Was kann der Rangierwagenheber besser oder schlechter als andere Wagenheber?

+Stabiler, komfortabler und stärker als ein Scherenwagenheber

Der Rangierwagenheber hat gegenüber dem Scherenwagenheber drei wesentliche Vorteile. Er ist leichter zu bedienen, verfügt in der Regel über eine höhere Tragkraft und ist vor allem deutlich stabiler ausgelegt. Scherenwagenheber können maximal 1,5 Tonnen Gewicht stemmen und eignen sich deshalb ausschließlich für normale Pkws. Dafür besitzen sie jedoch eine kompaktere Form und lassen sich problemlos im Kofferraum verstauen.

+Bequemer als der Hydraulikheber

Stationäre Hydraulikheber sind noch stärker als Rangierwagenheber und können im Maximalfall Lasten von bis zu 20 Tonnen nach oben pumpen. Dafür sind diese nicht allzu komfortabel zu bedienen und müssen aufgrund fehlender Rollen exakt platziert werden, bevor Sie unter dem Fahrzeug verwendet werden können. Darüber hinaus hat diese Sorte von Wagenheber eine begrenzte Hubhöhe. Für etliche Geländewagen reicht der Hub nicht aus.

+Praktischer als der Ballonwagenheber

Den Luftkissenwagenheber können Sie aufgrund seines kompakten Gewichts bequem im Auto mitführen. Der Ballonwagenheber, wie man ihn auch nennt, funktioniert auch auf weichem Untergrund. Hier versagt der Rangierwagenheber den Dienst. Er braucht eine feste Fläche wie Beton oder Asphalt, die ihm den notwendigen Widerstand bieten. Gegen die Luftkissenwagenheber spricht allerdings, dass Sie sie über einen Schlauch an den Auspuff des Wagens anschließen müssen. Der Schlauch kann abrutschen, der Ballon Schaden durch spitze Gegenstände nehmen. Für den regelmäßigen Einsatz in einer Garage oder Werkstatt kommt er also kaum infrage.

Arbeiten unter dem Auto nur mit Absicherung

Wer sein Fahrzeug gerne für eine längere Zeit aufbocken will, sollte über eine Auffahrrampe oder zumindest über eine Absicherung durch mehrere Aufstellböcke nachdenken. Gerade günstige Rangierwagenheber verlieren gerne an Hubkraft, je länger Sie in Verwendung sind – das Fahrzeug senkt sich also langsam von selbst wieder ab. Bei sehr billig verarbeiteten Geräten droht sogar Materialbruch, deswegen sollten Sie auf jedenfall auf die richtige Qualität achten.

Es geht noch stärker

Wer ein Fahrzeug von 20 Tonnen oder mehr anheben will, sollte zum hydraulischen Wagenheber greifen. Beim Rangierwagenheber ist in aller Regel bei 10 Tonnen Schluss.

Über welche Tragkraft verfügen Rangierwagenheber?

Im Handel sind Rangierwagenheber ab einer Hubkraft von 1,25 Tonnen erhältlich. Die kräftigsten Geräte können bis zu 10 Tonnen Gewicht stemmen. Der Großteil der Rangierwagenheber bietet Ihnen eine Leistung zwischen 2.000 und 3.000 kg an.

Tipps & Tricks zum Rangierwagenheber-Kauf

1Die richtige Hubkraft muss sein

Die Hubkraft ist ein wichtiges Auswahlkriterium für Ihren Rangierwagenheber. Für einen PKW sind Sie mit 2 Tonnen meist gut beraten, da nur immer eine Seite des Fahrzeuges und damit nicht das gesamte Gewicht des PKW angehoben wird.

2Genügend Hubhöhe für Ihr Fahrzeug

Ist Ihr Fahrzeug tiefergelegt oder höher als ein normaler PKW? Für tiefergelegte Fahrzeuge gibt es Low-Profile Rangierwagenheber; für SUVs und Offroader sollte die Hubhöhe entsprechend üppiger gewählt werden.

3Wer billig kauft, kauft zweimal

Außerdem unterscheiden sich Rangierwagenheber im Hinblick auf das Material, aus dem sie gefertigt sind. Viele Geräte haben einen massiven Stahlrahmen, der die höchste Stabilität verspricht. Eine Alternative sind Modelle aus Aluminium, die wesentlich leichter ausfallen, aber für schwerere Lasten ungeeignet sind. Achten Sie auch auf die richtigen Rollen: Reine Kunststoffrollen verschleißen schnell und können unter Last brechen. Besser geeignet sind Stahlräder mit einer Gummiummantelung.

4Mehr Arbeitskomfort dank Schnellhub

Ein weiterer Punkt betrifft den Bedienungskomfort. So sind Rangierwagenheber erhältlich, die mit einem sogenannten Schnellhub ausgestattet sind. Diese Wagenheber fahren auf Knopfdruck bis zum Ansatzpunkt an der Karosserie hoch. Zu den Extras kann auch eine LED-Beleuchtung gehören, die Ihnen ein Arbeitslicht liefert.

Wie viel kosten Rangierwagenheber?

Die einfachsten Rangierwagenheber sind ab rund 20 Euro erhältlich. Die professionellen Werkstattgeräte, die bis zu 10 Tonnen stemmen, können dann auch schon mal bis zu 600 Euro kosten. Für normale Pkws finden Sie bereits in der Preisklasse zwischen 20 und 60 Euro vernünftige Wagenheber. Wenn Sie nach speziellen Rangierwagenhebern etwa für einen tiefergelegten Sportwagen suchen, zahlen Sie ab 60 Euro aufwärts. Die Wagenheber mit höherer Hubkraft und Hubhöhe sind nochmals teurer. Hierfür sollten Sie mit mindestens 100 Euro rechnen.

Wie verwendet man den Rangierwagenheber?

Wo Sie den Rangierwagenheber am besten ansetzen, hängt vom Fahrzeugmodell ab. Die meisten Wagen verfügen über einen verstärkten Falz am Unterboden. Im Hartgummiteller des Wagenhebers ist eine V-förmige Kerbe eingefügt, welche die Falz umfassen sollte. Bei einigen Automarken wie etwa BMW sind bereits kleine Gummiplatten unter den Schwellern angebracht, an denen Sie den Wagenheber ansetzen.

Sind Low-Profile-Wagenheber empfehlenswert?

Normale Rangierwagenheber verfügen über eine Hubhöhe von rund 140 mm. Damit gelangen Sie nicht unter einen tiefergelegten Sportwagen. Im Handel sind spezielle Rangierwagenheber erhältlich, die bis zu einem Bodenabstand von 80 mm hinabreichen und meist Low-Profile-Wagenheber genannt werden.

Eignen sich Rangierwagenheber für SUVs?

Bei einem Geländewagen spielt gleichermaßen die Hubkraft und die Hubhöhe des Wagenhebers eine Rolle. Er sollte nach Möglichkeit für 2,5 bis 3 Tonnen Gewicht ausgelegt sein. Die notwendige Hubhöhe ist von SUV zu SUV unterschiedlich. Jedoch beträgt sie mindestens 400 mm.

Rangierwagenheber und Wohnwagen

Für einen Wohnwagen sind Rangierwagenheber nur bedingt geeignet, da die Geräte unhandlich zu transportieren sind. Wenn Sie das Werkzeug dennoch für Ihren Campingwagen einsetzen wollen, sollten Sie auf zwei Dinge achtgeben. Setzen Sie ihn nicht direkt an der Achse an, sondern am Achsbock oder gleich daneben. Außerdem sollten Sie den Wohnwagen am besten angekuppelt lassen oder das Rad auf der anderen Seite mit einem Keil sichern. Ansonsten kann sich der Wagen selbstständig machen.