Der richtige Wagenheber für jeden Zweck

Auf der Suche nach einem Wagenheber, der Ihren Ansprüchen entspricht? Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Wagenheber-Kauf beachten müssen!

Der richtige Wagenheber für jeden Zweck

Egal ob für den jährlichen Reifenwechsel oder für kleinere Reperaturen am Auto, der Wagenheber gehört zur Grundausstattung einer guten Garage. Doch gibt es hier große technische und auch qualitative Unterschiede. Insbesondere die bei fast jedem Fahrzeug mitgelieferten Scherenwagenheber können sich auch schnell zu absoluten Sicherheitsrisiken entwickeln. Wir haben und auf dem Wagenhebermarkt umgesehen die beliebtesten Modelle getestet und zeigen Ihnen hier, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Den richtigen Wagenheber finden

Natürlich braucht nicht jeder einen teuren Profiwagenheber, der nur ein- bis zweimal jährlich die Reifen wechseln will. Jedoch sollten Sie auch hier auf ein qualitatives und vor allem sicheres Modell achten, damit Ihr Fahrzeug nicht beschädigt wird und Sie sich nicht verletzen. Auf keinen Fall sollten Sie den im Fahrzeug beiliegenden Scherenwagenheber für das jährliche Reifenwechseln verwenden. Diese sind nur für Notfälle gedacht und äußerst instabil – Erfahrungen, oder eher „Horrorgeschichten“, können Sie zu Hauf im Internet lesen.



Rangierwagenheber

Rangierwagenheber

Der Rangierwagenheber ist bei den do-it-yourself Schraubern einer der beliebtesten Wagenheber. Günstige Modelle sind unter 100 Euro zu erstehen. Gute Rangierwagenheber sind äußerst stabil und langlebig und können, mit der richtigen Sicherung, auch für Arbeiten unter dem Auto verwendet werden. Rangierwagenheber gibt es in sehr flachen Ausführungen für tiefergelegte Fahrzeuge und auch als Rangierwagenheber bis 2 Tonnen oder 3 Tonnen Tragegewicht.

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scherenwagenheber

Scherenwagenheber

Der Scherenwagenheber ist deutlich günstiger und kompakter als der Rangierwagenheber. Einen typischen Scherenwagenheber finden Sie auch als Zubehör in Ihrem Auto, wenn Ihr Auto ein Notrad besitzt. Vom Einsatz billiger Scherenwagenheber ist abzuraten, qualitative Modelle können aber auch Ihre Vorteile haben!

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Elektrischer Wagenheber

Elektrischer Wagenheber

Der elektrische Wagenheber ist im Grunde ein Scherenwagenheber, der mit einem kleinen Motor ausgestattet ist. Hier wird die Kurbelarbeit vom elektrischen Motor übernommen, den Sie im Fahrzeug beim Zigarettenanzünder anschließen können.

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Hydraulischer Wagenheber

Hydraulischer Wagenheber / Stempelwagenheber

Der hydraulische Wagenheber ist ein äußerst robuster Wagenheber. Er funktioniert durch Kompression eines Öls in einem Zylinder (daher auch die Bezeichnung „hydraulisch“). Viele Modelle können deutlich höhere Lasten tragen, als beim normalen Reifenwechsel benötigt. Das stärkste Modell trägt sogar bis zu 20 Tonnen. Schwierig wird der hydraulische Wagenheber nur bei tiefergelegten Fahrzeugen: Der Stempelwagenheber hat eine vergleichsweise hohe Bauweise und passt so nicht unter jedes Fahrzeug.

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Pneumatischer Wagenheber /Luftkissen Wagenheber

Der pneumatische Wagenheber funktioniert ähnlich wie eine Luftpumpe: Durch Kompression von Luft wird ein Zylinder nach oben gedrückt. Pneumatische Wagenheber sind in der Regel teurer als Rangier- / oder hydraulische Wagenheber, können dafür aber auch größere Gewichte tragen. Viele pneumatische Wagenheber funktionieren automatisch – sie müssen also nicht Kurbeln, um Ihr Fahrzeug anzuheben.

Der Luftkissen Wagenheber oder auch Ballonwagenheber funktioniert zwar mit dem selben Prinzip, ist aber deutlich günstiger: Er sieht ähnlich aus wie ein Luftballon und wird unter dem Wagen aufgeblasen. Vorteile sind hier die kompakte Bauweise und die recht hohe Hubhöhe. Einige Luftkissen Wagenheber haben eine Tragfähigkeit von über 3 Tonnen. Nachteile des Ballonwagenhebers sind der etwas unsichere Stand und die schwierige Handhabung.

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Auffahrrampe

Die Auffahrrampe ist besonders beliebt, wenn es um Arbeiten unter dem Auto geht. Wie der Name schon sagt wird das Fahrzeug aufgebockt, indem auf kleine Rampen aufgefahren wird. Wenn Sie die Auffahrrampen genügend befestigen, ist dies eine sehr sichere Methode für die Arbeit unter dem Auto. Zum jährlichen Reifenwechsel ist diese Methode allerdings eher weniger geeignet.

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Was Sie über Wagenheber wissen sollten

Was kostet ein Wagenheber?

Wagenheber gibt es in allen Preisklassen. Sehr günstige Modelle gibts es bereits für unter 20 Euro, Profimodelle können mehrere hunderte Euros kosten. Beim Kauf sollten Sie allerdings nicht geizig sein: Ein qualitativer und guter Wagenheber ist für Sie und Ihr Fahrzeug sicherer und auch deutlich komfortabler in der Bedienung. So sind die meisten Wagenheber im Bereich von 100-200 Euro uneingeschränkt zu empfehlen. Scherenwagenheber sind sehr günstig, aber auch deutlich unsicherer, Rangierwagenheber und hydraulische Wagenheber sind etwas teurer, aber für den jährlichen Reifenwechsel eher zu empfehlen. Gerade pneumatische Wagenheber sind noch einmal eine Preisklasse höher einzuordnen, können dafür aber auch ein deutlich höheres Gewicht stemmen und sind erheblich robuster als günstigere Modelle.

Wo den Wagenheber ansetzen?

Wie Sie einen Scherenwagenheber am Auto ansetzen, können Sie einfach im Handbuch Ihres Autos nachlesen. Manche Hersteller geben hier auch die passenden Flächen zum Ansetzen eines Rangier- oder Hydraulikwagenhebers an. Den Rangierwagenheber können Sie theoretisch auch an den verstärkten Falzen ansetzen, an welchen auch der Scherenwagenheber angesetzt werden darf. Jedoch müssen Sie hier einen geeigneten Gummiaufsatz verwenden, damit Sie den Falz beim Anheben nicht umbiegen und so unnutzbar machen oder gar Ihr Fahrzeug beschädigen. Wo Sie den Wagenheber bei Ihrem Auto am besten ansetzen, können Sie bald hier lesen!

Ist ein Wagenheber Pflicht?

Anders als Warndreieck, Verbandskasten und Warnwesten ist der Wagenheber in Deutschland keine Pflichtausstattung. Er wird allerdings von vielen Autoherstellern direkt dem Notrad beigelegt, falls Ihr Fahrzeug diese Ausstattung besitzt. Neue Autos kommen meist nurnoch optional mit einem Notrad, zumeist wird dem Auto nurnoch ein Reifen-Pannenset zugelegt. Hier wird ein Schaum in den Reifen gepumpt, der sich ausdehnt und so eine Weiterfahrt mit bis zu 80 km/h erlaubt, damit Sie die nächste Werkstatt anfahren können.